Pop Science. Essays zur Wissenschaftskultur
Kaeser, Eduard

Pop Science. Essays zur Wissenschaftskultur

Art.Nr.: 1458
ISBN:

14,00 EUR*

 

Wissenschaft in Fernsehen, Quiz und Feuilleton, Popularisierung von Expertenwissen - dieses altehrwürdige aufklärerische Anliegen hat sich unter den aktuellen wirtschaftlichen, medialen und kulturellen Bedingungen grundlegend gewandelt.

Auf der einen Seite machen die (Natur-)Wissenschaften, beflügelt von ihren Erfolgen, der Religion deren traditionelles Hoheitsgebiet von Welterklärung und Sinnstiftung streitig, auf der anderen Seite siedeln sie sich aber auch immer mehr im Bereich der Unterhaltungsindustrie an und werden zusehends zu einer Art «Pop Science».

Wissen allein genügt heute nicht mehr, man muß damit vor allem Aufsehen erregen, es publikumswirksam in Szene setzen. Aufmerksamkeit ist das kapitale Gut, die gefragte Ware, die universelle Währung.

Im alltäglichen Kampf um Aufmerksamkeit kann auch die Forschung nicht darauf verzichten, ihre Ansprüche vermehrt mediengerecht hochzuschrauben. Die hier versammelten Texte lassen sich durchaus selbst als Stücke der Pop Science lesen, insofern auch sie sich auf der Spielwiese zwischen Wissenschaft und Alltag tummeln.

Aber sie sind gleichsam Pop Science mit Spaßverderbercharakter. Sie kühlen die Exaltationen des gegenwärtigen Wissenschafts- und Technikbetriebes auf Normaltemperatur, das heißt auf ein menschliches Maß, herunter.

Es geht in den vorliegenden Essays also wörtlich um Versuche, dieses Maß in all den menschenflüchtigen Horizonten aufzuspüren, die sich heute in Technik, Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft aufspannen.

Eduard Kaeser, geboren 1948 in Bern, ist Physiker und Philosoph. Er unterrichtet Physik und Mathematik am Gymnasium Olten, Schweiz. Daneben ist er als Publizist und Jazzmusiker tätig.

Schwabe reflexe 1, 176 Seiten, kart.

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