Requiem in c
Luigi Cherubini (1760-1842)

Requiem in c

Art.Nr.: 1794
ISBN:

18,99 EUR*

 

Beschreibung

Für Beethoven der größte Komponist seiner Epoche

Cherubinis 1816 in Paris entstandenes Requiem in c erlangte binnen kurzer Zeit einen immensen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. Musiker wie Beethoven, zu dessen Totenfeier es erklang, Schumann und Brahms haben das Werk außerordentlich geschätzt. Anlaß für die Entstehung war eine Gedenkfeier für Ludwig XVI., der 1793 als Opfer der Französischen Revolution hingerichtet worden war. Das mit gemischtem Chor und großem Orchester besetzte Werk verzichtet auf Solostimmen und läßt an die Stelle virtuos-konzertanter Effekte eine stark textgeprägte Verinnerlichung treten, die vom Kammerchor Stuttgart und der Hofkapelle Stuttgart unter Frieder Bernius optimal zur Geltung gebracht wird.

Super Audio CD

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Reinhören

Introitus et Kyrie
Graduale
Tractus
Sequentia
Offertorium
Sanctus et Benedictus
Pie Jesu
Agnus Dei et Communio

Biographie

Luig Cherubim wurde am 14. September 1760 in Florenz als Sohn eines Musikers geboren, von dem er ersten Unterricht erhielt. Bis 1778 schrieb er hauptsächlich Kirchenmusik und knüpfte Kontakt zum Großherzog der Toskana, dem späteren Kaiser Leopold II, der ihm durch ein Stipendium ein Studium bei Giuseppe Sarti ermöglichte.

Mitte der 1780er Jahre ließ sich Cherubini in Paris nieder, wo er 1791 mit der Oper „Lodoiska“ seinen künstlerischen Durchbruch errang. Ein Nervenleiden und der beginnende Terror der französischen Revolution zwangen ihn, sich zunächst in die Normandie zurückzuziehen.

1795 ernannte man ihn zu einem der Inspektoren des neu gegründeten Conservatoire, und es entstanden mit „Medee“ (1797) und „Les Deux Journees“ (1800) zwei seiner bekanntesten Werke.

Persönliche und künstlerische Differenzen mit Napoleon führten allerdings zu einem Karriereknick, der erst mit der Restauration 1814/15 wieder ausgeglichen wurde. Dennoch wandte sich Cherubini mehr und mehr vom Theater ab und komponierte nun hauptsächlich Kirchen- und Kammermusik.

Außerdem widmete er sich seinen administrativen und pädagogischen Aufgaben als Leiter des Conservatoire (seit 1822), ein Amt, das er bis kurz vor seinem Tod ausübte.

Anmerkungen

Zukunftsweisendes Meisterwerk der geistlichen Musik

Ungeachtet seiner weiterentwickelten Opernkonzeption und seiner in die Zukunft weisenden Instrumentationseffekte blieb Luigi Cherubini (1760-1842) den künstlerischen Idealen des 18. Jahrhunderts zeitlebens verbunden.

Seine Musik ist edel in ihrer Haltung und von gediegener Satztechnik geprägt. Nicht von ungefähr betrachtete Ludwig van Beethoven ihn als den größten Komponisten seiner Epoche.

Aus heutiger Sicht gilt Cherubini als „konservativer Revolutionär“ bzw. als „Prophet der Romantik“, besonders aber als Prototyp des „Klassizisten“.

Vielleicht ist er gerade deshalb heute etwas aus dem Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit getreten, führen seine Werke doch immer noch ein Schattendasein in der Fachliteratur zur Operngeschichte, anstatt die Theaterspielpläne zu bereichern.

Womöglich wird aber die vorliegende Neuaufnahme des Requiems c-Moll auf CARUS den Anstoß zu einer längst überfälligen Cherubini-Renaissance geben.

Anlaß für die Entstehung war die Trauerfeier für Ludwig XVI., der 1793 während der Französischen Revolution hingerichtet wurde. Ihm zum Gedächtnis fand am 21. Januar 1817, dem Jahrestag seines Todes, eine Heilige Messe in der Pariser Kirche St. Denis statt, bei dem Cherubinis Werk erstmals aufgeführt wurde.

Es verzichtet konsequent auf Solostimmen und setzt auf eine stark textgeprägte Verinnerlichung, der pure Äußerlichkeiten abhold sind. Binnen kurzer Zeit erlangte das Werk einen hohen Bekanntheitsgrad; Komponistenkollegen wie Beethoven, zu dessen Totenfeier es erklang, Schumann und Brahms haben es außerordentlich geschätzt.

Frieder Bernius und der Kammerchor Stuttgart bringen uns dieses Meisterwerk Cherubinis näher, und wir verstehen umgehend nicht nur die große Bewunderung der Zeitgenossen für dieses Opus und seinen Komponisten, sondern teilen sie auch.